Luftfahrt: Ramelow, Koch und Heckelmann sollen bei Lufthansa schlichten
Im Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft VC kommen prominente Schlichter zum Einsatz. Was sich beide Seiten davon erhoffen und welche Themen dabei im Fokus stehen.
Nach einem Tarifstreit zwischen der Lufthansa und ihren Piloten haben die Parteien zwei ehemalige Ministerpräsidenten als Schlichter eingebunden. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat Bodo Ramelow, den früheren thüringischen Landeschef von der Linken, für alle Schlichtungsverfahren benannt. Die Fluggesellschaft hat Roland Koch, den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten der CDU, zur Schlichtung bei Lufthansa Classic und Lufthansa Cargo sowie Günther Heckelmann, einen Arbeitsrechtler, für Eurowings und Lufthansa Cityline ernannt.
Es gab ein vereinbarten Verfahren, das Schlichtung und Mediation kombiniert, wobei Streitfragen in den drei getrennten Verfahren bearbeitet werden, während Mediation auf andere, breitere Themen abzielt. Streiks waren bereits sieben Tage im Jahr für die VC, und Flugzeuge und Crews wurden während des 100. Jubiläumsfestakts der Lufthansa gestrichen.
Die Kosten des Streits werden auf etwa 150 Millionen Euro geschätzt. Die Hauptdiskussionen umfassen Altersvorsorge und Gehalt, aber hinter dem Konflikt verbirgt sich auch die Strategie des Vorstands, Flugzeuge und Crews in Unterausrüstungen zu verlagern, in denen niedrigere Tarifbestimmungen gelten. Ramelow verzichtet auf sein Honorar und soll das Geld für das Erfurter Projekt „Das fliegende Klassenzimmer“ und das Luftfahrtmuseum Flugwelt Altenburg Nobitz verwendet werden.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.