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INTERVIEW - Der Finanzmarktchef des IWF sagt: «Die Schuldenquote steigt, während die globale Wachstumsrate sinkt. Das ist sehr gefährlich»

In vielen Ländern werde die Schuldentragfähigkeit zum Risiko, sagt der IWF-Ökonom Tobias Adrian. Dadurch könnte der Druck auf die Zentralbanken steigen, die Zinsen aus politischen Gründen zu senken. Er sieht zudem Gefahren durch das Gewinnwachstum der KI-Firmen.

INTERVIEW - Der Finanzmarktchef des IWF sagt: «Die Schuldenquote steigt, während die globale Wachstumsrate sinkt. Das ist sehr gefährlich»

In einem Interview für NZZ.ch sprach IWF-Ökonom Tobias Adrian von vier gefährlichen Verwundbarkeiten im internationalen Finanzsystem. Er stellte zunächst fest, dass die weltweite Schuldentragfähigkeit eine Gefahr darstellt, da viele Länder wie Japan, Frankreich, Italien und die USA eine Schuldenlast haben, die höher ist als ihr jährliches BIP.

Dies könnte die Zentralbanken dazu drängen, Zinsen politisch niedrig zu halten, was potenzielle Instabilität verursachen könnte. Darüber hinaus bedauerte Adrian das enorme Wachstum der Gewinne der KI-Unternehmen, wobei Chinesische, taiwanesische und japanische Chip-Hersteller sowie Start-ups wie Anthropic und OpenAI in den Fokus kamen.

Diese Unternehmen verfolgen Gewinne, die nicht mehr auf demselben Niveau wachsen wie zuvor, was auf zunehmende Konkurrenz und Open-Source-Modelle zurückzuführen sein könnte. Adrian stellte fest, dass es eine Parallele zum Dotcom-Blase-Imperium nach dem Jahr 2000 gebe, da sich derzeit mehr auf die Ertragsnachhaltigkeit konzentriert als auf hohe Gewinne.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Verflechtung zwischen KI-Unternehmen und Hardwareherstellern, die ihre Investitionen in gemeinsame Projekte und Gewinnbeteiligungsvereinbarungen zusammenführten, was die Diversifikation der Investoren erschwerte.

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