Zeitdruck und Stress: DGB-Studie: Jeder zweite Azubi fühlt psychische Belastung
Für seinen Ausbildungsreport 2026 hat der Deutsche Gewerkschaftsbund mehr als 13.000 junge Leute befragt. Sehr viele fühlen sich unter Druck. Und viele sind unzufrieden.
Jeder zweite jüngere Person, die eine Ausbildung durchläuft, fühlt sich psychisch gestresst, zeigt eine Umfrage für den jährlichen Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Gründe dafür sind Leistungsdruck, Zeitdruck, Verantwortungsgefühl sowie Arbeitsplatzmangel in den Ausbildungsbetrieben. Etwa ein Fünftel der Befragten nennt einen dieser Faktoren.
Darüber hinaus belasten 49,9 Prozent der Teilnehmer ihre finanzielle Situation und 35 Prozent ihre Wohnsituation. Fast jeder dritte Befragte gibt an, von den Eltern Geld zu erhalten, und etwa jeder Achte hat neben der Ausbildung einen Nebenjob. Die Zufriedenheit der Auszubildenden mit ihrer Lehrstelle ist zurückgegangen, mit 65,7 Prozent den niedrigsten Wert seit Beginn des Ausbildungsreports.
Die geringste Zufriedenheit äußern die Auszubildenden bei Friseuren, Malern, Tischlern, Automobilkaufleuten und Hotelfachleuten, während die Zufriedensten sich bei Versicherungen, Industriemechanikern, Verwaltungsfachangestellten, Mechatronikern und Elektronikern äußern. Der DGB sieht Mängel in der Qualität der Ausbildung, mit 35,4 Prozent der Auszubildenden, die regelmäßig Überstunden machen, und einem Anstieg derjenigen, die außerausbildungsbezogene Tätigkeiten erledigen müssen, auf 16,3 Prozent.
Fast ein Fünftel der Auszubildenden lernt eine Berufserfahrung zu erlernen, die eigentlich nicht geplant war, und 9,2 Prozent betrachten ihren Lehrberuf eine "Notlösung".
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