Energie: Zurückhaltende Händler, untätige Regierung: Leere Gasspeicher werden für Deutschland zum Risiko
Eine neue Analyse zeigt: Die Zielvorgaben für die inländischen Gasvorräte sind kaum noch erreichbar. Eine sichere Versorgung hängt im kommenden Winter vom Wohlwollen der USA ab.
Die EUROPA-Wirtschaft steht in diesem Winter vor einem Risiko durch niedrige Gasspeicherfüllstände. Ein Montel-Datenexperte ermittelte, dass Europa jeden Monat seit Oktober 142 LNG-Laderungen importieren müsste, um einen 80-Prozent-Füllstand bis zum 1. November zu erreichen. In den vergangenen Monaten betrugen die Importe in der Regel nur 105 Schiffsladungen.
Joachim Endress, Montel-Experte, sagt, dass die Importmenge von über 140 Schiffen pro Monat unrealistisch erscheint, vor allem angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen. Donald Trump hat auf seine Plattform Truth Social mitgeteilt, dass die USA derzeit keinen Gesprächen mit dem Iran führen. Gas-Händler rechnen nicht mehr mit einem baldigen Ende des Irankriegs.
Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, forderte jüngst mehr Reserven im System, da die jetzige Befüllungsstufe sicherlich nicht ausreicht. Es könnten bis zum 1. November nur 69 Prozent der Speicher gefüllt sein, was zu einem fast vollständigen Vorratsschlupf im April führen könnte. In Asien wird Gas deutlich teurer gezahlt als in Europa, was dazu führt, dass viele LNG-Schiffe lieber nach Asien als nach Europa fahren.
Das würde bedeuten, dass Europa mehr als 60 Euro pro Megawattstunde Gas bezahlen müsste, was für die Klienten katastrophal wäre.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.