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Verteidigung: Nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig: Weshalb wird das Abschießen von Drohnen nicht geübt?

Die Beinahe-Katastrophe auf dem Flughafen von Leipzig und die Drohnenspionage bei der Bundeswehr zeigen die Lücken bei der Abwehr. Sicherheitsexperte Nico Lange fordert entschlosseneres Handeln.

Verteidigung: Nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig: Weshalb wird das Abschießen von Drohnen nicht geübt?

Der Albtraum für einen Sicherheitsexperten ist eine fast Katastrophe, die die Gefahrenabwehr offenbart. Nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig am 5. August musste Deutschland dank Glück eine große Explosion vermeiden. Eine mit Sprengstoff beladene Drohne hatte über Stunden unbemerkt bei einem Frachtflugzeug geflogen. Die Zündvorrichtung hatte einen Defekt.

Wenig später wurde in einem Hochsicherheitsbereich eine weitere Gefahrenlage bekannt. Sechsmal hatten Drohnen den Bundeswehrstandort Mechernich überflogen. In Deutschland wird der Abschuss von Drohnen mit scharfer Munition nicht geübt. Deutsche Sicherheitsexperten wie Nico Lange bemängeln, dass ein "Mindset" für den Umgang mit Bedrohungen fehlt.

In Leipzig und Mechernich waren die Zuständigkeiten klar, doch ein Abschuss erfolgte nicht. Deutschland habe sehr spät auf die bekannte Bedrohung durch kleine Drohnen reagiert. Lange fordert ein Mehr-Ebenen-System mit verschiedenen Techniken von der Erfassung bis zur Bekämpfung durch Jamming, Spoofing und den gezielten Abschuss.

Die Bundespolizei möchte flächendeckend rasch eingreifen können, aber hat nur vier Standorte. Es gibt mehr als acht internationale Flughäfen und viele Hochtechnologie- und kritische Infrastrukturen, die geschützt werden müssen.

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