Führungskräfte: Hochqualifiziert, erfolgreich, arbeitssuchend – Vier Betroffene berichten
In der Krise finden auch Menschen, deren Karrieren bislang steil nach oben gingen, keinen Job mehr. Vier Betroffene erzählen, vor welche Herausforderungen sie das stellt.
Lange war in Deutschland der Glaube, dass nur Fleiß, Motivation und Qualifikation Arbeit sichern. Die Arbeitsmarktsituation hat sich jedoch geändert. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verlieren viele Unternehmen nicht nur weniger Stellen, sondern streichen sogar Stellen ab. Jeden Monat gehen in der Industrie etwa 15.000 Jobs verloren, wie der IAB berichtet.
So können sich Arbeitsuchende immer weniger offene Stellen antreten. Eine zunehmende Zahl von Jobsuchenden sind mittlerweile hochqualifizierte Akademiker, Führungskräfte oder Manager. In einem Jahr ist die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Führungskräfte in allen Branchen um 14 Prozent angestiegen, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Auch der Anteil von Akademikern, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, ist zuletzt gestiegen.
Die Handelsblatt hatte einen Aufruf auf der Job-Plattform LinkedIn gestartet, auf den mehr als 100 Betroffene gemeldet haben. Sie sind hochqualifiziert, viele führten Teams und einige hatten sogar C-Level-Positionen inne. Viele von ihnen wurden gekündigt oder bekamen nur einen Aufhebungsvertrag angeboten. Einige haben sich auch von ihrem Arbeitgeber getrennt, in der Annahme, schnell ein neues Job zu finden.
Die meisten waren zwischen 50 und 60 Jahren alt. Vier von ihnen erzählen hier, wie die lange Jobsuche ihre Leben beeinflusst und welche Herausforderungen ihnen die Arbeitslosigkeit bereitet.
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