Charmeoffensive für Davos: Guy Parmelin weibelt bei Larry Fink, damit das WEF in der Schweiz bleibt
Der Stiftungsrat des WEF entscheidet heute Nachmittag, wie es mit der Organisation weitergehen soll. In Bern kam es derweil zu einem Treffen zwischen Guy Parmelin sowie den beiden Co-Präsidenten Larry Fink und André Hoffmann.
Am Dienstagnachmittag tagte der Stiftungsrat des World Economic Forum (WEF) über die Zukunft der Organisation, die sich auf den bevorstehenden Jahrestreffen in Davos konzentriert. Larry Fink, Gründer von BlackRock und einer der beiden Co-Präsidenten des WEF, sowie André Hoffmann, Nachfolger von Roche und der andere Co-Präsident, berieten mit hochkarätigen Mitgliedern des Gremiums über die zukünftige Richtung des Forums.
Als eine der bevorzugten Kandidaten für eine mögliche neue Spitze wurde Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, häufig genannt, obwohl dies immer noch lediglich Spekulation war. Es wurde klar, dass die Entscheidungen rund um das WEF auch die Schweiz betrafen, und der Bundesrat strebte danach sicherzustellen, dass das Forum, insbesondere das Jahrestreffen, in der Schweiz verbleiben werde.
Um dies zu erreichen, hatte sich Bundespräsident Guy Parmelin am Dienstagnachmittag morgen mit Fink und Hoffmann getroffen, wie Recherchen der NZZ nachwiesen. Während des Treffens wurde über die aktuellen und geplanten Entwicklungen beim WEF, einschließlich der Standortfrage, beraten. Das WEF und insbesondere das Jahrestreffen in Davos spielten für die Schweiz eine große Rolle, da es einen einzigartigen internationalen Austauschraum darstellte, der Wirtschaft, Diplomatie, Wissenschaft und Politik verband.
Trotz wiederholter Versicherungen durch das WEF, dass die Organisation nicht beabsichtigt, das Jahrestreffen in ein anderes Land zu verlegen, bestanden Skepsis, dass die Weichen schon im Gange seien. Klaus Schwab, Gründer des WEF, setzte sich weiterhin für die Bindung der Organisation an die Schweiz ein, auch wenn seine Rechte als Stiftungsgründer inzwischen erloschen schienen.
Er erreichte die Mitglieder des Stiftungsrates und forderte sie auf, eine Untersuchung einzuleiten, um herauszufinden, wer ihm die Informationen und Dokumente zugesandt hatte, darunter Informationen über private Ausgaben und Subventionen persönlicher Reisen. Trotz dieser Befunde wurde Schwab und seine Frau Mitte August 2025 öffentlich rehabilitiert, obwohl es Anhaltspunkte für unangemessenes Verhalten gab.
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