Volkswagen: VW-Krise und Standorte auf der Kippe – Lies fordert Klarheit
Bei VW sind Zehntausende Stellen bedroht, Standorte sind möglicherweise in Gefahr. Doch der Widerstand des niedersächsischen Ministerpräsidenten ist groß.
Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies hat den Volkswagen-Konzern aufgefordert, Klarheit bei möglichen Standortschließungen anzubieten. Er forderte "Perspektiven und Sicherheit für die Standorte" und betonte, dass "Verunsicherung aufhören muss". Gesprochen wurde dies nach einem Treffen mit den Oberbürgermeistern von Osnabrück, Braunschweig, Emden, Hannover, Salzgitter und Wolfsburg.
Vier Werke und bis zu 50.000 Arbeitsplätze seien laut Volkswagen abzuschneiden. Dies kommt zusätzlich zu den 2024 vereinbarten Sparmaßnahmen. Bis 2030 hatte Volkswagen bereits den Abbau von 50.000 Stellen in ganz Deutschland angekündigt. Von diesen sollen 35.000 bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Tochterunternehmen wie Audi und Porsche.
Olaf Lies stellte fest, dass es derzeit "nur keine wettbewerbsfähige Belegung" für die 2030er Jahre bei den vier betroffenen Werken gebe. Er hob jedoch "intelligente Lösungen" hervor, um Standorte zu erhalten, wie beispielsweise Rüstung, humanoiden Roboter und Drohnen. Volkswagen könnte auch darüber nachdenken, Automodelle, die in China entwickelt und gebaut würden, auch in Deutschland herstellen zu lassen.
Der Ministerpräsident forderte die Bundesregierung dazu auf, Fairness im Wettbewerb zu gewährleisten. Er verwies darauf, dass hohe Energiepreise eine Rolle spielen und Deutschland mit den Standorten wettbewerbsfähig sein muss.
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay kritisierte Volkswagen für eine "erschreckende Botschaft", die viele Unsicherheiten geschaffen habe und rief "Ideen, nicht nur Sparpläne" an. Dennis Weilmann, Oberbürgermeister von Wolfsburg, versprach, "um jeden Arbeitsplatz kämpfen" zu wollen und erwartete von Volkswagen, dass er "weiterhin klar zum Standort Wolfsburg und zum Standort Niedersachsen steht".
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