Trump-Watch: Trumps Krieg im Iran – militärisch gewonnen, strategisch verloren
Fast ein halbes Jahr liegt der Kriegsausbruch mit dem Iran zurück. Was sind Donald Trumps Optionen? Nahostexperte Guido Steinberg ordnet die jüngsten Entwicklungen ein.
Die 60-tägige Frist für einen Friedensvertrag zwischen den USA und dem Iran läge eigentlich bereits, doch der Konflikt hat fast ein halbes Jahr andauern. US-Vizepräsident J.D. Vance hat erklärterweise, dass die USA "mitten im Spiel" sind. In der Trump-Watch-Serie wird die Trump-Strategie gegenüber dem Iran und insbesondere gegenüber dem Iran von Nahost-Experte Guido Steinberg der Stiftung Wissenschaft und Politik bewertet.
Steinberg ist der Ansicht, dass Trumps Nahostpolitik "weitestgehend gescheitert" ist, was vor allem auf die unproduktiven Verhandlungen mit dem Iran zurückzuführen ist. Trump "steht in einem wirklich katastrophalen Dilemma", da er es nicht schafft, diese Kriegssituation militärisch zu gewinnen, aber auch keine akzeptable Lösung in den Verhandlungen zu erreichen.
Steinberg ist der Meinung, dass dieser Zustand zwischen Krieg und Frieden für eine lange Zeit andauern könnte, aber er sieht auch die Möglichkeit von Verhandlungen. Diese könnten jedoch nicht ohne dass die USA einige "Kröten schlucken" und letzten Endes auch selbst "wir" sind. Das liegt daran, dass Teheran in dem Konflikt eine bessere Position innehat und kurz davor ist, eine Art Vormachtstellung am Persischen Golf zu übernehmen.
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