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Warnung vor Sonnenbrand: „Tanmaxxing“-Trend: Experten warnen vor Sonnenbrand

Der Trend zum Sonnenbrand trägt Hashtags wie „Tanmaxxing“. Doch das kann schlimmstenfalls tödliche Folgen haben. Ein Hautarzt schlägt Alarm.

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Warnung vor Sonnenbrand: „Tanmaxxing“-Trend: Experten warnen vor Sonnenbrand

Das aktuelle Trendsetzen, bekannt als „Tanmaxxing“ oder „UV-Maxxing“, löst Sorge unter den Experten. Jugendliche und junge Erwachsene beteiligen sich absichtlich an extrem hohen Sonnenexpositionen, verzichten auf Sonnenschutzmittel und verwenden Bräunungsmittel, um intensiv zu röten oder eine extrem dunkle Haut zu erreichen. Hauptärztin der Hautklinik der Asklepios Klinik in Hamburg St. Georg, Christian Sander, spricht von den ernsthaften gesundheitlichen Risiken, die mit diesem Trend verbunden sind.

Sie stellt fest, dass ein Sonnenbrand keine ästhetische Aussage oder ein Look ist, sondern eine akute, zelluläre Brandverletzung der Haut, die das direkte Risiko eines Hautkrebses birgt. Der Trend verbreitet sich auf verschiedenen Social-Media-Plattformen unter den Hashtags „Tanmaxxing“ und „UV-Maxxing“.

Sander macht deutlich, dass es keinen ungefährlichen Sonnenbrand oder Bräune gibt, die oft gefälscht als attraktive „Sunburn-Look“ vermarktet werden. Die Algorithmen von Social-Media-Plattformen verstärken diese vermeintlichen Schönheitsideale weiter. Sander betont, dass es medizinisch gesehen keinen gesunden Sonnenbrand oder Bräune gibt, sobald sich die Haut rötet, liegt bereits eine Entzündung mit einer Schädigung der DNA vor.

Die Haut reagiert auf ultraviolette Strahlung mit einer Entzündung, das bedeutet, dass jede Annahme, die Haut durch schrittweises Bräunen vorzubereiten oder einen ästhetischen Trend daraus zu machen, ein medizinischer Mythos mit potenziell tödlichen Folgen ist.

Eltern und Pädagogen werden von Sander aufgerufen, das Thema aktiv zu adressieren. Sie weisen auf die langfristigen Schäden hin, die durch UV-Strahlung entstehen, da die Haut sich trotz einer scheinbaren Erholung nach einem Sonnenbrand immer noch schädigen lässt. Diese Schäden können Jahrzehnte später zu Hautkrebs führen. Die Zahl der Hautkrebs-Patienten in deutschen Krankenhäusern hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt, 2024 waren es 120.100 stationär mit Hautkrebs behandelte Patienten, was 95 Prozent mehr als 2004 bedeutet.

Auch die Anzahl der Todesfälle durch Hautkrebs hat zugenommen, im Jahr 2024 starben 4.600 Menschen an Hautkrebs, was 65 Prozent mehr als noch 20 Jahre zuvor ist.

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